07.15 Uhr
Dienstag. Die Kaffeemaschine spült und macht sich bereit für den ersten Espresso. Noch überwiegt die Stille in den Räumen. Und Schreibarbeiten, wie eben diese hier, laufen ratzfatz in dieser morgendlichen Ruhe.
07.45 Uhr
Selbst unser neuer, automatischer Türöffner hört man leise in dieser Stille. Die Mitarbeiterin vom Kafi Gerbi trifft ein. Kleiner schöner Austausch. Dann geht’s los und unsere Küche ähnelt bald einem kleinen Café. Das Schreiben geht noch immer leicht und der Espresso schmeckt.
8.30 Uhr
Aus dem Backofen riecht es nach frischen Gipfeli, Milchschaum für den ersten Cappuccino wird geschlagen, man begrüsst sich, plaudert, plant und beginnt – wie schön – den Tag zusammen am kleinen Tisch. Kafifrauen, Kinderbetreuerinnen der Quartierschule, Kursleiterinnen vom Quaki und unsere Mitarbeiterin in der Administration. Das Schreiben kann jetzt warten.
9.00 Uhr
Die Tafel vom Kafi steht bereit vor der Post. Der Kinderwagenparkplatz ist belegt. Die Räume werden belebt mit Frauen und Männern mit ihren Kindern. Eltern bleiben, andere gehen. Manchmal gibt’s noch Tränen, einige Kinder sind schon mitten im Spiel.
Es ist Dienstag, unsere «offene Bürozeit» beginnt. Im kleinen Büro mit grosser Wirkung. Eine Frau ist angemeldet. Eine Familie kommt spontan vorbei und wir können ihr unsere Angebote vorstellen. Am gleichen Tisch wird von unserer Mitarbeiterin in der Admin die Buchhaltung weitergeführt. Man rückt zusammen. Eng ist es, aber gemütlich.
9.45 Uhr
Zweiter Espresso. Das Kafi Gerbi ist zum Treffpunkt geworden. Im Familienzentrum geht es rund. Es wird geplaudert, gelacht, gespielt, Informationen werden ausgetauscht. Die Quartierschulkinder warten am Tisch auf ihre Öpfelschnitzli, während neue Besucher herzlich begrüßt werden.
Im Büro wird neben Rechnungen und Belegen ein Stundenplan mit den Angeboten der Quartierschule für die neue Familie zusammengestellt.
10.30 Uhr
Es bleibt noch Zeit für Planung. Bald schon findet das Minifest in der alten Gerbi statt. Am Mittwoch, den 25. März. Ein «Markt» der frühen Förderung. Alle Angebote für Kinder im Vorschulalter sind an Ständen vertreten. Die Leitung Gemeinwesenarbeit koordiniert zusammen mit dem Familienzentrum. Zu dritt – zusammen mit der Kafileitung – organisieren wir diesen wichtigen Anlass am kleinen Tisch im Kafi.
11.00 Uhr
Der Kinderwagenparkplatz leert sich. Die Kaffeemaschine kann ausatmen. Die Kafifrauen räumen auf, putzen und sorgen dafür, dass jedes Spielzeug wieder an seinem richtigen Örtchen landet.
Es wird ruhiger. Auch im Büro. Für Buchhaltung und Schreibarbeiten bleibt noch Zeit bevor in den Kochtöpfen gerührt wird.
11.30 Uhr
Gespräche und Revues auf dem Gerbiplatz. Zeit für die Mittagspause.
13.45 Uhr
Espresso nach der Mittagspause. Nicht nur ich, auch das Kafi Personal, das für die Nachmittagsgäste schon den frischen Kuchen schneidet.
Ein Gespräch mit einer Betreuerin der Quartierschule steht an. Soll die Heilpädagogin miteinbezogen werden, oder sollten wir den Eltern der regelmässige Besuch in unserem Kinderhort empfehlen.
14.00 Uhr
Zwei Frauen aus der Interessengemeinschaft 60plus sitzen bei Kaffee und Kuchen. Ein Grossvater baut mit seinem kleinen Enkel die Brio-Bahn auf. Es hat nun mehr Platz als noch am Vormittag. Ein Besuch einer jungen Frau mit Baby möchte wissen, wann die nächste Mütter-/Väterberatung in unserem Büro stattfindet. Die Leiterinnen vom Quaki Kurs haben einen Besuch in der Ludothek organisiert und kommen anschliessend ins Familienzentrum zum Zvieri.
Die Zeit für Schreibarbeit im Büro ist jetzt perfekt.
16.15 Uhr
Die Tafel bei der Post wird geholt. Kinder und Eltern oder Grosseltern sind müde vom Spielen, machen sich auf den Heimweg. Die Kafifrauen haben viel zu tun – unsere Reinigungskraft ist heute nicht eingeteilt.
Noch ein letztes kurzes Telefon mit unserer Präsidentin. Kurzes Update, ein grösserer Dorfanlass im Frühling steht an, bei dem wir als Familienzentrum mitwirken könnten… aber zurück zum Dienstag im Januar…
16.45 Uhr
Alles ruhig. Alles sauber und aufgeräumt.
Unser Büro ist bereit für eine Sitzung. Der Verein Tagesfamilien trifft sich heute Abend zum Austausch.
Für heute geht der Tag im Familienzentrum zu Ende. Morgen sind SIE vielleicht beim Espresso dabei!
(im Mitteilungsblatt Oberuzwil, 29.01.2026)
